KÖNIGSWEGE. Festschrift für Hans K. Schulze zum 80. Geburtstag und 50. Promotionsjubiläum

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Beschreibung

Hans K. Schulze (1932–2013) ist einer der hervorragenden deutschen Mediävisten. In der Tradition der Leipziger landesgeschichtlichen Schule Rudolf Kötzschkes und der »neuen deutschen Verfassungsgeschichte« seines Lehrers Walter Schlesinger war und blieb Verfassungsgeschichte das wichtigste Thema Schulzes. Während seiner Marburger Zeit entstand das insgesamt vierbändige opus magnum »Grundstrukturen der Verfassung«.
Ganz in diesem Sinne widmen sich die hier versammelten Beiträge junger Historikerinnen und Historiker verfassungs- und regionalgeschichtlichen Problemen aktueller mediävistischer Forschung. Sie reichen erstens von prosopographischen Untersuchungen zur fränkischen Reichsgeschichte über – zweitens – die Diskussion zu Marken und Markgrafschaften bis hin zu exemplarischen Darstellungen spätmittelalterlicher Herrschaftsausübung und -repräsentation. Durch die enge Verbindung des zu Ehrenden mit Geschichte und Historiographie Mitteldeutschlands widmen sich zweitens etliche Aufsätze diesem Raum, insbesondere den Städten Halle/Saale, Quedlinburg und Salzwedel. Ein dritter Themenkreis hat die Person des Herrschers und die Tradierung des Herrscherideals zum Gegenstand. Allen Beiträgen gemeinsam ist ihr Rückgriff auf neue und bekannte Quellenbefunde, wobei letztere durch neue Kontexte oft genug eine Neubewertung erfahren.
Inhalt:
Claus Hollenberg: Datierung und Prosopographie im Frankenreich um die Mitte des 7. Jahrhunderts
Matthias Hardt: In orientalem partem Sala, ad locum qui vocatur Halla. Wo ließ Karl der Jüngere den zum Jahr 806 im Chronicon von Moissac erwähnten Brückenkopf errichten?
Heike J. Mierau: Die Grundlagen der ottonischen Kreuzverehrung
Thomas Wozniak: Wie groß war Otto der Große? Zur Deutung des Cognomens magnus
Katja Puppe: ob interventum fidelis nostri Vuilligisi. Zum Interventionsverhalten des Willigis von Mainz in den Jahren 991 bis 994
Sabine Fees: De illustribus Henricis. Der deutsche König Heinrich I. als Vorbild für den englischen König Heinrich VI.
Robert Brosch: Zu den Grabungsergebnissen in Quedlinburg (Altstadt und Markt) 2011–2013
Hendrik Baumbach: Zur Entstehung der jüngeren Markgrafschaften Baden, Burgau und Namur. Additamentum zu Andrea Stieldorfs »Marken und Markgrafschaften«
Sebastian Müller: Anmerkungen zu den ältesten Salzwedeler Stadtsiegeln
Asami Kobayashi: Karl IV. und die fiktive Genealogie der Luxembuger
Oliver Teufer: Verwaltung und Hofhaltung der Grafen von Nassau-Hadamar im 14. Jahrhundert – Möglichkeiten und Grenzen einer adligen Familie im Spätmittelalter
Otfried Krafft: Die heymliche kunst der Kriegsführung in einem Vertrag von 1455. Jüdisches Arkanwissen im Transfer und die Anfänge der Alchemie in Hessen
Clemens Bley: Zwischen Verehrung und Flachs. Zur frühneuzeitlichen Rezeptionsgeschichte König Heinrichs I. im Reichsstift Quedlinburg. Zugleich ein Beitrag zu einem verlorenen Schatzstück aus St. Servatii

Zusätzliche Information

Autor/Herausgeber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-938533-53-6

Auflage

1. Auflage, 2014

Ausführung

Festeinband

Seitenanzahl/Umfang

280 Seiten

Verlag